01.07.2009

Nervosität vor dem Vorstellungsgespräch

Nach wochenlangem Warten seit dem Abschicken des Anschreibens hat Rainer nächste Woche ein Vorstellungsgespräch bei einem Unternehmen, welches ihn schon seit Jahren reizt. Doch er ist aufgeregt, sogar sehr. Nie stand er seinem beruflichen Ziel so nahe. Die Chanche ist da, doch Rainer zweifelt. In seinem Kopf tummeln sich Gedanken wie: „Was ist, wenn ich unsicher und schusselig wirke? Die anderen Bewerber sind sicher unfassbar gut. Wenn ich das versaue, werfe ich mir das jahrelang vor!“
So wie Rainer geht es unfassbar vielen. Man macht sich unendlich viel Druck, da man das Scheitern nicht zu verkraften mag. Diese Stelle wäre schließlich eine weitere Sprosse auf der Karriere-Leiter.
Doch diese Beunruhigung ist überflüssig. Verstehen sie mich nicht falsch… ein bisschen Aufregung vor einem Bewerbungsgespräch gehört dazu. Fehlt diese, ist auch nicht alles optimal. Aber Panik ist vor einem Gespräch absolut unangebracht. Ihre Einladung resultiert schließlich aus dem Interesse, welches sie beim Arbeitgeber durch ihre scheinbar gute Bewerbung geweckt haben. Somit ist och eigentlich alles bestens! Sie müssen sich klar machen, dass nicht nur sie diesen Job unbedingt wollen, sondern auch der Arbeitgeber das Interesse hat, einen optimal qualifizierten Arbeitnehmer einzustellen. Diese Qualifikationen bringen sie mit, sonst hätten sie sich ja schließlich nicht beworben. Wenn sie noch keine praktische Erfahrung in Vorstellungsgesprächen gesammelt haben, proben sie das Ganze mit einem Freund. Ruhig auch öfter… ganz nach dem learning by doing Prinzip. Machen sie sich Stichpunkte, was sie besonders zum Ausdruck bringen möchten.
Am Tag des Gespräches ist eine angemessene Garderobe Pflicht. Schlafen sie sich aus, essen sie gut, auch wenn es schwer fällt. Extremem Medikamente und Beruhigungsmittel sollten sie meiden, wenn sie bisher keine Erfahrung damit gemacht haben. Zum Thema Körpergeruch spare ich mir meinen Kommentar;)Ein kleiner Tipp zum Schluss: Wenn sie dazu neigen, ab und an mal schwitzige Hände zu haben, stecken sie sich einfach ein Taschentuch in die Hosentasche und wischen sie daran vor dem Händedruck mit den Beteiligten ihre eventuell ab. Ansonsten müssen sie einfach nur sie selbst bleiben und ein höfliches, natürliches Verhalten an den Tag legen.

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